Empfehlung schlägt Lebenslauf: Wie Sie mit den richtigen Kontakten an Jobs kommen

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Stellenanzeigen beantworten, Bewerbungsunterlagen verschicken, auf Rückmeldungen warten – viele kennen diesen Ablauf nur zu gut. Und doch scheitern gerade Wiedereinsteiger oder Quereinsteiger immer wieder an einem scheinbar undurchdringbaren Bewerbungsprozess. Die Unterlagen sind in Ordnung, die Motivation ist da – aber die Gespräche bleiben aus.

Was in solchen Fällen oft den entscheidenden Unterschied macht? Empfehlungen und Referenzen. Denn sie schaffen Vertrauen dort, wo Papier allein nicht reicht.

Empfehlungen oder Referenzen – was ist was, und wann brauche ich beides?

Viele verwechseln die Begriffe oder nutzen sie synonym, dabei erfüllen sie unterschiedliche Rollen im Bewerbungsprozess.

Empfehlungen sind aktive Weiterempfehlungen durch Kontakte aus dem beruflichen oder privaten Umfeld. Das kann ein ehemaliger Kollege sein, ein Netzwerkpartner, ein Coach – oder jemand aus dem Bekanntenkreis, der Sie für eine Stelle ins Spiel bringt. Diese Empfehlungen finden oft informell oder direkt über persönliche Gespräche statt – und bringen Bewerbende auf den Tisch, die sonst übersehen würden.

So profitieren beispielsweise unsere Coachees und gleichermassen unsere Kunden von unseren Netzwerken und langjährigen Beziehungen. Qualifizierte Quer- und Wiedereinsteiger erhalten Chancen, die ihnen sonst verwehrt bleiben würden. Gleichzeitig profitieren unsere Kunden und können Vakanzen auch ohne Bewerbende, die exakt ins Soll-Profil passen, hervorragend und langfristig besetzen.

Referenzen hingegen sind formelle Rückmeldungen von früheren Arbeitgebern. Sie dienen der Überprüfung Ihrer Leistungen und Ihres Verhaltens im Arbeitskontext. Personalverantwortliche greifen bei passenden Kandidaten gerne auf Referenzpersonen zurück, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie jemand im Team funktioniert, wie er oder sie führt, kommuniziert oder mit Herausforderungen umgeht.

Im besten Fall wirken Empfehlung und Referenz Hand in Hand: Eine persönliche Empfehlung bringt Sie ins Gespräch, eine gute Referenz überzeugt im weiteren Verlauf.

Warum gerade Wiedereinsteiger und Quereinsteiger von Empfehlungen profitieren

Nicht alle Karrierewege verlaufen geradlinig. Wer nach einer Pause wieder einsteigen oder beruflich neu durchstarten möchte, steht oft vor einem Dilemma: Die eigene Geschichte passt nicht ins klassische Raster. Es fehlt vielleicht an lückenloser Erfahrung oder an branchenspezifischen Stationen – obwohl Motivation, Potenzial und Persönlichkeit mehr als stimmen.

In solchen Fällen können Empfehlungen Brücken bauen. Eine glaubwürdige Empfehlung zeigt: „Ich stehe hinter dieser Person – und ich sehe in ihr einen echten Mehrwert für Ihr Unternehmen.“ Besonders in der Schweiz, wo persönliche Kontakte und Vertrauen im Berufsleben einen hohen Stellenwert haben, kann das Türen öffnen, die ein Lebenslauf nicht öffnet.

Ein Beispiel aus unserer Praxis: Eine Coaching-Kundin wollte nach zehn Jahren Familienzeit zurück in den Arbeitsmarkt. Über einen ihrer früheren Projektpartner kam sie in ein persönliches Gespräch – mit Erfolg. Nicht der CV war entscheidend, sondern die vertrauensvolle Empfehlung.

Der richtige Umgang mit Referenzen: So gelingt die Vorbereitung

Referenzen sind kein lästiger Pflichtteil – sie sind Ihre Visitenkarte. Wichtig ist, Referenzpersonen bewusst auszuwählen und vorzubereiten.

Sprechen Sie ehemalige Vorgesetzte oder Kollegen direkt an. Erklären Sie, auf welche Position Sie sich bewerben und was für Rückmeldungen hilfreich wären. Wichtig: Ihre Referenzpersonen sollten ehrlich und klar Auskunft geben können – über Ihre Stärken, Ihre Entwicklung und Ihre Arbeitsweise. Und sie sollten wissen, dass sie kontaktiert werden könnten.

Verzichten Sie auf ungefragte Listen mit Namen und Telefonnummern im Lebenslauf – das wirkt unprofessionell. Besser: Auf Anfrage gerne, vorbereitet und abgestimmt.

Netzwerke aufbauen – auch ohne Vitamin B

Nicht jeder hat ein grosses Netzwerk. Aber jeder kann eines aufbauen. Und es muss nicht gross sein – sondern gezielt.

Starten Sie mit Ihrem bestehenden Umfeld: Ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Ausbildungsbekanntschaften, Netzwerkgruppen oder ehrenamtliche Kontakte. LinkedIn ist ein guter Ort, um berufliche Verbindungen zu pflegen und sich sichtbar zu machen.

Denken Sie daran: Netzwerken bedeutet nicht, um Jobs zu bitten. Es bedeutet, präsent zu sein, sich auszutauschen, Impulse zu geben – und so im richtigen Moment zur richtigen Zeit ins Spiel gebracht zu werden.

Wie wir Sie dabei unterstützen

Empfehlungen und Referenzen sind wertvolle Instrumente – aber nur ein Teil des Ganzen. In unserem Karrierecoaching zeigen wir Ihnen nicht nur, wie Sie ein professionelles Netzwerk aufbauen und mit Referenzen souverän umgehen. Wir gehen weiter.

Gemeinsam analysieren wir Ihre Positionierung, Ihre Kompetenzen und Ihre nächsten Schritte. Wir entwickeln mit Ihnen eine individuelle Strategie, wie Sie auf dem verdeckten Stellenmarkt sichtbar werden – und wie Sie Empfehlungen gezielt in Ihre Bewerbung einbinden.

Denn eine kluge Vorbereitung, verbunden mit den richtigen Kontakten, ist oft der schnellste Weg zum nächsten Job.

Fazit: Empfehlungen sind kein Zufall – sondern Strategie

In einem Markt, in dem Vertrauen zählt und klassische Wege oft nicht weiterführen, sind persönliche Empfehlungen und glaubwürdige Referenzen unverzichtbar. Wer gezielt darauf setzt, erhöht seine Chancen deutlich – besonders beim Quereinstieg oder beim Wiedereinstieg nach einer Pause.

Sie möchten Ihre Jobsuche strategisch angehen – mit echten Chancen statt standardisierten Absagen?

Dann unterstützen wir Sie gern. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch (Hier Klicken).