Zwischen dem 1. Arbeitsmarkt und der Welt der Arbeitsintegration klafft eine Schlucht. Näher eingegangen sind wir auf dieses Thema bereits in unserem Blogbeitrag “Die Erwerbslosenquote und der Fachkräftemangel” (https://dori-go.com/index.php/die-erwerbslosenquote-und-der-fachkraeftemangel/ ).
In den letzten Jahren konnten wir sowohl in der Rekrutierung als auch in der Arbeitsintegration parallel aktiv sein und die wesentlichen Probleme bei der Zusammenführung identifizieren und überwinden.
Das Scheitern einer erfolgsversprechenden (Re-)integration in den 1. Arbeitsmarkt lässt sich immer auf eine der folgenden 4 Fehler bei der Begleitung von Klient:innen zurückführen:
1. Das Giesskannenprinzip
Viele verschiedene Klient:innen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Rahmenbedigungen durchlaufen den gleichen oder zumindest einen sehr ähnlichen Massnahmenkatalog. Solche generalsierten Methoden werden sowohl in der Vorbereitungen von Klient:innen, als auch in der eigentlichen Begleitung sehr oft genutzt.
Betrachtet man den / die einzelnen Klient:in, trifft der Massnahmenkatalog allerdings viel zu oft nicht den konkreten Bedarf. Im schlimmsten Fall erfährt der / die Klient:in eine weitere Demotivation durch die unpassende Massnahme.
2. Coaches ohne Rekrutierungskompetenz
Es gibt eine Vielzahl hervorragender Coaches, die sich auf dem Markt der Arbeitsintegration bewegen. Trotzdem sind eine Vielzahl der Klient:innen nicht erfolgreich und werden letztendlich im 2. Arbeitsmarkt platziert.
Ein exzellenter Coach verfügt nicht automatisch über Rekrutierungskompetenz. Den Coaches fehlt der Bezug zum 1. Arbeitsmarkt und das Wissen um dessen Rekrutierungs- und Organisationsprozesse.
3. Starre Massnahmenplanung
Gerade in der Arbeitsintegration fehlt oftmals Flexibilität. Veränderte Lebenssituationen und persönliche Herausforderungen von Klient:innen, die sich innerhalb des Prozesses ergeben, werden nicht berücksichtigt. Der Fahrplan wird gnadenlos weiter eingehalten.
In den meisten Fällen zeigen sich Schwachstellen für einzelne Klient:innen innerhalb der Massnahme bereits sehr früh im Prozess. Hier müssen agile Methoden zum Einsatz kommen, so dass Änderungen oder neue Erkenntnisse nicht übergangen werden, sondern unmittelbar Berücksichtigung finden.
4. Arbeitsvertrag als finales Ziel
Oftmals endet die Begleitung der Klient:innen nach der Vermittlung sehr abrupt. Die Nachhaltigkeit ist an dieser Stelle oftmals nicht sichergestellt und das neue Arbeitsverhältnis hat ein wackeliges Fundament.
Klient:innen finden meist nicht unmittelbar in Ihren neuen Alltag. Sie müssen oftmals erst wieder lernen mit Frustrationen, Kritik und Rückschlägen umzugehen. Sie müssen sich in die Unternehmensstukturen und die -kultur einfinden.
Viel zu oft werden die in der Vorbereitung erlernten Massnahmen dabei in der Praxis nicht weiter gefestigt und im Alltag verankert.
Wie sind Ihre Erfahrungen? Welche Fehler beobachten Sie bei einzelnen Klient:innen?
Wie wir die genannten Probleme lösen und damit sehr viele Klient:innen erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt begleiten können, erfahren Sie in unserem PDF: