Trend: Diversity Recruiting

Diversity Recruiting
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Gleichberechtigung um jeden Preis oder Chance für Unternehmen?

Wir schreiben über Diversity Recruiting und was dahinter steckt.

Vor einigen Jahren sprach man von Gleichberechtigung vor allem dann, wenn es um die Rekrutierung von Frauen und Männern für Führungspositionen ging. Der Anspruch der Gleichberechtigung hat sich schnell auf alle Unternehmensbereiche und -funktionen ausgeweitet und betrifft heute längst nicht mehr nur die unterschiedlichen Geschlechter.

Vielmehr geht es um Herkunft, die Kultur, das Alter, das äussere Erscheinungsbild, die Sprache, das Erfahrungslevel und zuletzt auch die verschiedenen Persönlichkeiten. Wenn wir heute von Gleichberechtigung in Unternehmen und vor allem bei der Rekrutierung sprechen, geht es eben um diese Vielfalt – wir sprechen von Diversity Recruiting.

Diversity Recruiting bedeutet aber nicht nur, dass wir die Unterschiedlichkeiten akzeptieren, sondern dass in der Personalsuche gezielt auf die Vielfalt geachtet und im Bewerbungsprozess im Zweifel nach dieser entschieden wird.


Warum wird Diversity Recuriting gerade zum Trend?

Immer mehr Unternehmen folgen dem Trend Diversity Recruiting. Das spüren wir in unserer täglichen Arbeit und auch die Recruiting Trends für 2022 sehen Diversiy und Inklusion je nach Quelle an erster Stelle oder zumindest unter den Top 3. Doch warum ist das so? Was bringt es Unternehmen, auf den Zug aufzuspringen?

  1. Diversity Recruiting wirkt positiv auf das Employer Branding
    Bei der Suche nach Fach- und Führungskräften zahlt es sich aus, vom Markt als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Diversity Recruiting zeigt Weltoffenheit und Toleranz und zahlt damit in hohem Masse auf eine gute Arbeitgebermarke ein.
  2. Erweiterung der Skills im Team
    Menschen mit verschiedener Herkunft, Erfahrung, Ansicht und Kultur verfügen in der Regel auch über verschiedene Skills und Talente. Dadurch entstehen Teams, dich sich herausragend ergänzen und unterstützen können. Ist Diversity Teil der Unternehmenskultur, bleiben Auseinandersetzungen und Vergleiche weitestgehend aus.
  3. Optimierte Lösung von Herausforderungen und Problemen
    Die Herangehensweise an Probleme und Lösungen unterscheidet sich je nach Herkunft, Kultur, Sprache und Erfahrung. Das führt dazu, dass Probleme nicht mehr nur von einer Seite, sondern rundum und auf verschiedenen Ebenen betrachtet werden und auf jeder dieser Ebenen nach Lösungsansätzen gesucht wird. Im Ergebnis wird die Problemlösung effektiver, effizienter und nachhaltiger.
  4. Mitarbeiterbindung
    Die Bindung von Mitarbeitern an ein Unternehmen wächst in dem Masse, in dem sie sich wohlfühlen. Eine offene und tolerante Unternehmenskultur führt dazu, dass sich auch der Einzelne im Unternehmen besser akzeptiert und geschätzt fühlt. Wo Vielfältigkeit an der Tagesordnung ist, muss keine Mitarbeiterin und kein Mitarbeiter Energie dazu aufwenden, sich dem Unternehmen und der herrschenden Kultur anzupassen.


Erste Schritte in Richtung Diversity Recruiting

  1. Briefen Sie Ihre Personalabteilung oder Ihren externen Recruiter.
    Informieren Sie die Searcher und Interviewer, die für Sie tätig sind, über die Idee des Diversity Recruitings. Selbstverständlich ist das Ziel einer Stellenbesetzung nach wie vor, die im Hinblick auf die Stellenanforderungen bestmöglich passenden Bewerber*innen zu finden. In einer Pat-Situation sollten Entscheidungen für die Vielfalt in Betracht gezogen werden.
  2. Passen Sie Ihre Stellenausschreibungen an.
    Wen sprechen Sie mit Ihren Ausschreibungen – vielleicht unbewusst – an? Hier geht es nicht nur um das übliche Gendern, sondern zum Beispiel auch um die Sprache oder die gewählten Bilder. Vielleicht sprechen Sie im Bereich des gesuchten Bewerberprofils gezielt an, dass innere Ansichten oder Kulturkreise kein Entscheidungskriterium bei der Auswahl sind.
  3. Testen Sie neue Suchkanäle aus.
    Auf den gängigen Stellenportalen sind oft ähnliche Kandidatinnen zu finden. Deshalb sollten Sie darauf natürlich nicht verzichten. Dennoch können Sie die Suche ausweiten und beispielsweise auch im Ausland oder auf neuen Plattformen Anzeigen schalten und Kandidatinnen gezielt ansprechen.



Quellen:

https://www.stepstone.at/e-recruiting/blog/die-sieben-top-recruiting-trends-2022/

https://www.humanresourcestoday.com/2022/recruitment/trends/?open-article-id=21198808&article-title=recruitment-trends-in-2022&blog-domain=zoho.com&blog-title=zoho-recruit-

https://hire.workwise.io/hr-praxis/personalsuche/diversity-recruiting#vorteile

https://www.hr-heute.com/podcast/episode-14_inklusion-wolfgang-kowatsch