In der Arbeitsintegration und in der Rekrutierung begegnet uns ein Problem immer wieder: Die starre Massnahmenplanung. Innerhalb der Arbeitsintegration treffen wir auf starre Pläne für die Vorbereitung von Klient:innen auf den ersten Arbeitsmarkt. Innerhalb der Rekrutierung sehen wir jeden Tag das gleiche schablonenhafte Vorgehen vieler Recruiter.
Es ist absolut sinnvoll, einen durchdachten Fahrplan für die einzelne Klientin bzw. den einzelnen Klienten der Arbeitsintegration zu erstellen, sobald eine erste Standortbestimmung und ein Fernziel festgelegt wurden. Aber es ist nicht immer sinnvoll, sich an diesen Fahrplan auch zu halten. In der Rekrutierung führt das Einhalten eines bewährten Vorgehens zu einem reduzierten Aufwand, leider aber nicht immer zum Erfolg.
In der Arbeitsintegration müssen veränderte Lebenssituationen und persönliche Herausforderungen der Klient:innen, die sich vorher weder abschätzen noch erwarten liessen, zwingend Berücksichtigung finden. Es kann erforderlich sein, den Fahrplan und damit den Prozess der Integration zu unterbrechen, um sich zuerst auf die akuten Themen zu konzentrieren.
Das mag dem ein oder anderen Coach oder Dienstleister nicht gefallen, gehört aber zu den zwingenden Erfordernissen. Wir müssen uns und den Klient:innen im Prozess maximale Flexibilität bewahren und maximal agil vorgehen.
Wird der Fahrplan und der Integrationsprozess unverändert fortgeführt, droht er aufgrund veränderter Umstände zu scheitern. Oftmals wird der Grund für das Scheitern dann im Prozess selbst oder in der Person des Klienten / der Klientin gesehen. Beides ist eine falsche Annahme und führt zwangsläufig zu falschen Entscheidungen.
Darüber hinaus wirkt der fehlende Erfolg zusätzlich demotivierend auf den Klienten / die Klientin. Plötzlich werden weitere Massnahmen, die man gleich hätte vermeiden können, notwendig
In der Rekrutierung sprechen wir vom Fachkräftemangel. Viele Unternehmen stellen derzeit eine deutliche höhere Time-to-Hire und damit auch eine höhere Cost-of-Vacancy fest. Führen die üblichen Wege wie beispielsweise Direktansprachen oder Stellenanzeigen nicht in kürzester Zeit zum Ziel, gilt es, neue kreative Wege auszuprobieren.
Die Bewerber:innen im Jahre 2023 sehen sich als Kunden. Sie möchten vom ihrem zukünftigen Arbeitgeber umworben und akquiriert werden. Einfache Dinge, wie eine ansprechende Präsentation des Arbeitgebers oder dynamische, schnelle und unkonventionelle Bewerbungsmöglichkeit, können den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg bei der Suche nach Fachkräften machen.
Wir stehen für agile Methoden, maximale Flexibilität und absolute Transparenz – egal in welchem Bereich!